Kindersozialbericht der SPD-Fraktion wird durch neue Studie bestätigt

Veröffentlicht am 13.11.2008 in Soziales

2000 zusätzliche Erzieherinnen in den Kindertagesstätten notwendig

„Nun wurde auch von wissenschaftlicher Seite bestätigt, dass 2000 Erzieherinnen und Erzieher in den Thüringer Kindertagesstätten fehlen.“ Mit diesen Worten kommentiert SPD-Familienpolitikerin Birgit Pelke das Ergebnis einer von Wissenschaftlern der Friedrich-Schiller-Universität Jena erarbeiteten Studie. Die Studie bestätigt wesentliche Aussagen des von der SPD-Landtagsfraktion veranlassten Kindersozialberichts für Thüringen.

Nach Ansicht der familienpolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion legitimiert die Studie den vom Volksbegehren „Für eine bessere Familienpolitik" erarbeiteten Gesetzentwurf und dessen Inhalte. Auch die Forderung der Liga der Freien Wohlfahrtspflege nach mehr Erzieherinnen in den Kitas erweise sich anhand der Ergebnisse als richtig. Pelke erinnert daran, dass der zur Abstimmung stehende Gesetzentwurf des Volksbegehrens bereits Anfang des Jahres von den Oppositionsfraktionen in den Thüringer Landtag eingebracht wurde. „Seit dieser Zeit übten sich die Landesregierung und die CDU-Mehrheitsfraktion in Verzögerungstaktik", so die SPD-Familienpolitikerin. Mit allen Mitteln habe die CDU versucht, die Forderung nach mehr Personal in den Kindertagesstätten als unrealistisch darzustellen. Gleichzeitig seien von der Landesregierung Nachbesserungen des geltenden Kindertagesstättengesetzes angekündigt worden: Taten seien aber nicht gefolgt.

Der Alltag in den Thüringer Kindergärten, die Erkenntnisse der Träger und die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien hingegen seien eindeutig: In großem Umfang fehlen Erzieherinnen und Erzieher. „Die Fakten liegen auf dem Tisch, es muss endlich gehandelt werden: Wir brauchen mindestens 2000 zusätzliche Personalstellen", fordert Pelke mit Blick auf den Sozialausschuss in der kommenden Woche. CDU und Landesregierung hätten genug Zeit gehabt, ihre Vorstellungen zu präsentieren. „Wenn sich CDU-Fraktion und Landesregierung nicht endlich bewegen, dann steuern wir auf ein neues Volksbegehren zu“, so Pelke.

 
 

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