Thüringer Vergabegesetz setzt neue Maßstäbe

Veröffentlicht am 06.07.2019 in Arbeit & Wirtschaft

Vergabegesetz stärkt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. (Bild: D. Zeh)

Der Thüringer Landtag hat die Weichen für ein modernes, soziales und ökologisches Vergabegesetz gestellt. „Mit dem Gesetz setzen wir Maßstäbe für Tariftreue und Tarifbindung. Damit soll kein einziges Bieterverfahren künftig zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durchgeführt werden. Mit unserem Vergabegesetz wird es in Thüringen kein Lohndumping bei staatlichen Aufträgen geben. Mit dem vergabespezifischen Mindestlohn von 11,42 EUR schaffen wir ein soziales Auffangnetz für die Beschäftigten, die nicht von einem Tarifvertrag profitieren.“

Dabei berücksichtigt das Gesetz nicht nur soziale, sondern verstärkt auch ökologische und nachhaltige Kriterien. Dazu Heike Taubert weiter: „Künftig werden staatliche Aufträge nur dann vergeben, wenn die Unternehmen mindestens einen ökologischen Aspekt bei der Auftragsausführung umsetzen, zum Beispiel einen möglichst CO2-neutralen Transport sicherstellen. Damit und mit der Berücksichtigung des Lebenszyklusprinzips senden wir ein starkes Signal für den Klimaschutz.“

Mit dem Gesetz kommt der Freistaat Thüringen seiner Vorbildfunktion für soziale und ökologische Vergaben nach. Dazu Taubert: „Ich bin überzeugt, dass die kommunale Familie die staatlichen Vergaben und die Anwendung der sozialen und ökologischen Aspekte künftig auch stärker in den Blick nimmt. Jede kommunale Vergabestelle kann weiterhin aufgrund ihrer Möglichkeiten selbst entscheiden, welche Aspekte sie bei der Vergabe anwenden will.“

 
 

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