„Wir dürfen unsere Menschlichkeit nicht verlieren!“

Veröffentlicht am 18.08.2015 in Freiheit & Sicherheit

Heike Taubert im Gespräch mit Dr. Abdelrahman Ashour vom Akzeptanz e.V.

Am Montag regnete es in Strömen. Dennoch waren viele Bürger zur Landeserstaufnahmestelle (LAST) in Eisenberg gekommen, um gegen die Thügida Kundgebung in der Eisenberger Innenstadt zu demonstrieren. In der LAST hatte der im April gegründete Verein Akzeptanz e.V. ein vielfältiges Programm vorbereitet. Kinderschminken, Eierlaufen, Musik und Gespräche lenkten die Bewohner von ihrem tristen Alltag ab.

Angesichts des Wetters wurde den Besuchern schnell klar, dass das Leben in der LAST von zahlreichen Entbehrungen geprägt ist. Kinder liefen in dünnen Hemdchen umher, sie zitterten vor Kälte. Das Spielzeug, das der Geraer Akzeptanz e.V. gesammelt hatte, konnte schnell für Aufmunterung sorgen. Heike Taubert machte deutlich, dass ihr der Besuch in der LAST sehr wichtig ist. „Die Menschen, die alles in ihrer Heimat zurücklassen und zu uns kommen, haben alle einen Grund dafür,“ zeigt die Thüringer Finanzministerin sich überzeugt. „Ob nun aus Angst vor Tod und Terror oder weil die Familie keine wirtschaftliche Lebensgrundlage in ihrem Heimatland sieht, sie alle suchen Schutz, Hoffnung und ein besseres Leben.“ Dafür sei das Asylrecht jedoch vielfach der falsche Weg. Daher seien Aufklärungskampagnen, wie sie das Bundesinnenministerium derzeit in Westbalkanstaaten startet, ein vernünftiger Weg. Flankiert werden müsse es aber durch ein Einwanderungsgetz, das legale Zuwanderung regelt und Perspektiven bietet.

Gemeinsam mit Vertretern der SPD-Kreistagsfraktion, des Kreisvorstandes und der SPD-Ortsvereine machte sich Heike Taubert auf dem Weg in Richtung Innenstadt, wo sich zahlreiche Demonstranten dem Thügida-Aufmarsch entgegenstellten. An die Teilnehmer gewandt sagte sie: „Wir dürfen angesichts des Flüchtlingstroms keinesfalls unsere Menschlichkeit verlieren. Dadurch bedrohen wir die Demokratie und den Frieden.“ Sie sei überzeugt, dass die meisten Eisenberger aufgeschlossen gegenüber den Flüchtlingen sind. Die große Hilfsbereitschaft bei der Unterstützung der Betreuung in der LAST sei der beste Beweis dafür.

 
 

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